News

Max-Fürst-Jugendpreis 2019 für TheoPrax-Projekt

Gestern wurde im Rathaussaal Traunstein dem P-Seminar TheoPrax des Chiemgau-Gymnasiums für die Erstellung des Films „Virtuelle Soleleitung“ der Max-Fürst-Jugendpreis 2019 verliehen.

Wir sind stolz auf diesen Erfolg der Schüler!

Ein Dank geht hier auch an Bettina Oestreich, die die Gruppe im Projektmanagement unterstützt hat.

 

Wir haben bereits am 09.04.2019 über das Projekt berichtet:

TheoPrax-Projekt mit P-Seminar-Preis ausgezeichnet

Das TheoPrax-Projekt „Erstellung eines virtuellen Geländemodells der historischen Soleleitung von Bad Reichenhall nach Traunstein“ des Chiemgau-Gymnasiums Traunstein gehört zu den Vorrundengewinnern P-Seminar-Preises 2017/2019 im Regierungsbezirk Oberbayern-Ost. Unter rund 80 verschiedenen Einsendungen gewann das Projekt mit seinem animierten Dokumentationsfilm zur „Ersten Pipeline der Welt“ über die Soleleitung von Bad Reichenhall nach Traunstein den mit 200 Euro dotierten Preis von Kultusministerium, vbw, bbw und Eberhard von Kuenheim Stiftung der BMW AG. Der Ministerialbeauftragte für die Gymnasien in Oberbayern-Ost, Ltd. Oberstudiendirektor Richard Rühl, hat den Preis in der Aula des Traunsteiner Chiemgau-Gymnasiums verliehen.

Das P-Seminar nahm das 400-jährige Jubiläum der Soleleitung im Jahr 2019 zum Anlass, das geschichtsträchtige Bauwerk modern aufzuarbeiten und einen Beitrag zu der in den ehemaligen Salinengebäuden neben dem Karl-Theodor-Platz in Traunstein errichteten Ausstellung zu leisten. Ziel war es, die Soleleitung mithilfe eines virtuellen Geländemodells zu veranschaulichen, um Besuchern der Ausstellung einen zeitgemäßen Blick auf die Soleleitung zu ermöglichen.

Im Laufe von gut einem Jahr ist ein Dokumentationsfilm entstanden, mit dem in einer aufwendigen Computersimulation der Verlauf der Soleleitung dargestellt, sowie die Funktionsweise und technische Besonderheiten der Soleleitung erklärt werden. Ein besonderes Augenmerk legt der Film auf die technische Errungenschaft einer ohne fossile Energieträger betriebenen Pumpe, welche die Höhenunterschiede des Wassers auf dem Weg von Reichenhall nach Traunstein überwinden konnte. Damit leistet das P-Seminar einen wertvollen Beitrag zu der Ausstellung im neuen Salinenpark und wird dort fester Bestandteil der Führungen sein. Am 9. Mai 2019 wird der fertige Film im Rahmen einer Pressekonferenz am Salinenpark an die Stadt Traunstein, die als Auftrag- und Geldgeber das Projekt initiierte, übergeben.

Die beteiligten 14 Schüler erarbeiteten unter der Leitung von Studienrat Nils Bödeker im Zeitraum von September 2017 bis Januar 2019 gemeinsam mit Petra Moderegger vom Schülerforschungszentrum Berchtesgaden und Bettina Oestreich von der Max Aicher GmbH & Co. KG Stück für Stück das Projekt. Frau Oestreich hat die Schüler in das Projektmanagement eingewiesen und stand ihnen auch während des gesamten Projekts mit Rat und Tat zur Seite.

Nach der Orientierungs- und Planungsphase begannen die in Arbeitsgruppen aufgeteilten Schüler Anfang 2018 damit, die benötigten fachlichen Informationen zu sammeln. Zu diesem Zweck arbeiteten sie eng mit dem Förderverein Alt-Traunstein e.V. zusammen und generierten aus historischen Quellen den Informationspool des Films. Daraus wurde im Folgenden ein differenziertes Storyboard ausgearbeitet, das detailliert die einzelnen Szenen des Films auflistet und durch die genaue und kleinschrittige Beschreibung des Films als Grundlage für die folgenden Arbeitsschritte unerlässlich war. Auf Basis des Storyboards wurden dann die einzelnen Szenen mithilfe aufwendiger Computerprogramme modelliert und nach zeitintensiven Rendervorgängen, in welchen der PC die Oberflächenstruktur sowie die Objekte für jedes einzelne der etwa 3600 im Film vorkommenden Bilder berechnet, zu einem flüssigen Gesamtwerk zusammengeschnitten.

Dank der großzügigen Unterstützung der Firma SpreadFilms konnten auch noch die Sprecherpasssagen sowie die Sounds auf ein professionelles Niveau angehoben werden, sodass der Film schlussendlich sogar die Jury des P-Seminar-Preises restlos überzeugen konnte.